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Master- / Slave-Interaktion

Mit der Master- / Slave-Interaktion eröffnet die evoVIU zusätzliche Möglichkeiten zur flexiblen Bildaufnahme und -verarbeitung. Ziel ist es, Bilder aus unterschiedlichen Quellen – Master und Slave – effizient in den Workflow einzubinden und je nach Anwendungsszenario optimal zu nutzen.

Dabei stehen mehrere Vorgehensweisen zur Verfügung:

  • Sequenzielles Abgreifen von Master- und Slave-Bildern: Hierbei werden die Aufnahmen nacheinander erfasst und in den Workflow eingespeist.

  • Master-/Slave-Select: Über diese Technik wird entschieden, von welcher Quelle ein Bild stammt und in die Verarbeitung einfließt.

  • Parallele Bildaufnahme mit kombinierter Verarbeitung: Master- und Slave-Kamera nehmen zeitgleich Bilder auf, die anschließend gemeinsam ausgewertet werden können.

Diese unterschiedlichen Ansätze ermöglichen es, Bilddaten an die jeweilige Applikation anzupassen – sei es für Vergleiche, für die synchrone Analyse oder für eine optimierte Prozesssteuerung.

Szenario 1 - Sequenzielles Abgreifen der Bilder des Masters

Beim sequenziellen Abgreifen werden Bilder nacheinander von Master- und Slave-Kamera erfasst. Dieses Vorgehen eignet sich besonders, wenn mehrere Aufnahmen zeitlich versetzt benötigt werden – etwa im Stillstand einer Anlage oder über einen längeren Zeitraum hinweg.

Ein typisches Beispiel ist die Inspektion des Unterbodens eines Fahrzeugs. Hierbei löst ein einziger Start-Trigger den Workflow aus. Anschließend werden in mehreren Schritten Bilder aus unterschiedlichen Positionen aufgenommen. So entsteht eine vollständige Bildreihe, die im Workflow verarbeitet und für eine detaillierte Analyse zusammengeführt werden kann.

Szenario 2 - Master/Slave-Select

Beim Master-/Slave-Select entscheidet der Workflow dynamisch, von welcher Kamera ein Bild bezogen wird. Dies ist besonders nützlich, wenn je nach Situation unterschiedliche Bildquellen benötigt werden – beispielsweise abhängig von einem externen Signal oder bestimmten Prozessparametern.

Im Workflow wird hierzu ein Select-Knoten eingesetzt, der anhand von Eingangsparametern bestimmt, ob die Aufnahme von der Master- oder von der Slave-Kamera erfolgen soll. Auf diese Weise lässt sich flexibel steuern, welche Quelle gerade aktiv ist, ohne dass mehrere feste Abläufe notwendig sind.

Szenario 3 - Synchronisierte Bildaufnahme

In diesem Szenario nehmen Master- und Slave-Kamera gleichzeitig Bilder auf, die anschließend im Workflow gemeinsam ausgewertet werden. Dieses Vorgehen eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen synchronisierte Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln erforderlich sind – etwa zur 3D-Analyse oder für Vergleiche zwischen Vorder- und Rückseite eines Objekts.

Die parallele Bildaufnahme gewährleistet, dass beide Bilder denselben Moment abbilden und ohne zeitliche Verschiebung verarbeitet werden können. So lassen sich Merkmale präzise erfassen und kombinierte Auswertungen ermöglichen, die mit einzelnen Sequenzen nicht erreichbar wären.

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